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nl aardmagnetisch veld   het door het aardmagnetisme veroorzaakte, a.h.w. in lijnen van de magneetpolen uitgaande, de aarde omspannende krachtveld. Het aardmagnetisch veld, zijn als lijnen weergegeven gestalte, vormt een voorwaarde voor de kompasnavigatie. De magneetpolen van de aarde zijn niet identiek met de geografische polen. Men maakt bovendien onderscheidt tussen de aardmagnetische (door de kompasnaald aangegeven) en de geomagnetische polen.
de Erdmagnetfeld
erdmagnetisches Feld
Das (noch stets unvollständig erforschte) Magnetfeld der Erde besteht aus mehreren Anteilen von denen der größte das Dipolfeld ist, dessen Achse ca. 11,5° gegen die Rotationsachse der Erde geneigt ist. Das Dipolfeld beruht auf elektrischen Strömen im flüssigen Erdinneren. Die Stärke des Erdmagnetfeldes liegt im Bereich von 30-60mT (Mikrotesla) und hat im letzten Jahrhundert um ca. 6% abgenommen. Das magnetische Erdfeld unterliegt ständigen Schwankungen. Der magnetische Südpols wandert derzeit jährlich etwa 7,5 km in nördlicher Richtung.
Aus der Verschiedenheit von geografischem Nordpol und magnetischem Südpol kann man schließen, daß der Nordpol einer Kompassnadel nicht exakt in den geografischen Norden weist. Der Winkel zwischen der Achse der Kompassnadel und der geografischen Nordrichtung wird als Deklinationswinkel oder Missweisung bezeichnet.
Aus dem Feldlinienbild des Dipolfeldes kann man auch ersehen, daß die magnetischen Feldlinien nicht parallel zur Erdoberfläche verlaufen. Den Winkel zwischen einer zur Erdoberfläche parallelen Ebene und der Feldlinie bezeichnet man als Inklinationswinkel. Er beträgt in Deutschland ca. 60° und kann mit einem sogenannten Inklinatorium gemessen werden.
en earth's magnetic field
terrestrial magnetic field
its cause still insufficiently explained by dynamo theory, it.results from a combination of effects the most influential of which is the dipole field the axis of which is inclined by about 11,5° from the earth's rotating axis. The dipole field is induced by electric currents in the earth's core. Its magnetic force ranges betwee 30 and 60 microtesla. The field which extends several tens of thousands of kilometres into space as the magnetosphere, has decreased by about 6% over the last century and is subject to variations. It shifts in a northerly direction at about 7,5 km per year.
From the difference between the geographic north pole and the magnetic south pole follows that the north pole of a compass needle does not point exactly towards the geographic north. The angle between the axis of the compass needle and the true north is called angle of declination or magnetic declination.
From an image of the lines of magnetic flux also follows that the lines of the magnetic field do not run parallel with the earth's surface. The angle between a line of flux and a plane parallel to the earth is called angle of inclination. It can be measured with an inclinatorium.
fr champ magnétique terrestre  
pl    
rus    
de    
 

Das Erdmagnetfeld umspannt die Erde auf der sonnenzugewandten Seite bis zu einem Abstand von einigen Erdradien; auf der abgewandten Seite reicht es weit über die Mondbahn hinaus. Diese Begrenzung ist dem Sonnenwind zuzuschreiben, der unablässig weht und im Rhythmus der Sonnenaktivität in Stärke und Richtung moduliert wird.

An der Erdoberfläche ist in erster Näherung das Feld eines Dipols zu beobachten. Dieses bestimmt auch die Grundstruktur der in den Seekarten eingetragenen Mißweisungsdaten. Abweichungen davon können allerdings erheblich sein: Während z.B. die Mißweisung in der Deutschen Bucht (Magnetische Kartographie) zur Zeit sehr gering ist, werden am Kontinentalabhang bereits Werte um 10 West gemessen.

Der größte Teil des Erdmagnetfeldes hat seinen Ursprung im Erdinneren (Hauptfeld). Den geodynamischen Prozessen im Erdkern zufolge, ändert es sich langsam mit der Zeit (Säkularvariation). So zeigt die Graphik der Deklination in Wingst, daß die Deklination in Wingst seit 1939 um etwa 6 zugenommen hat. Die Verteilung der Säkularvariation über der Erdoberfläche kann nur über langfristige Messungen an Observatorien erhalten werden.

Die Inklination (Neigung der Magnetfeldrichtung relativ zur Erdoberfläche) liegt in Wingst bei etwa 68, das Magnetfeld folgt gemäß des Dipolmodells und der geographischen Breite von Wingst einem relativ steilen Einfallswinkel.

Neben der Bestimmung der Säkularvariation des Erdmagnetfeldes sind auch die kurzfristigen, durch die Aktivität der Sonne verursachten Feldschwankungen von Belang. Sie sind dem Hauptfeld überlagert und ein Abbild des Störungsgrades des Erdmagnetfeldes (Kennziffern). Große Kennziffern bedeuten, daß dann u.a. die drahtlose Kommunikation über Kurzwelle stark gestört und die Qualität der Satellitenortung (GPS) herabgesetzt wird.

Quelle: Erdmagnetischer Dienst des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrografie